Kategorie: Schlafapnoe

  • Facharzt für Schlafmedizin: Behandlung von Schlafstörungen durch Experten

    In der Schweiz leiden neuesten Studien der Swiss Society for Sleep Research zufolge fast 10 % der Bevölkerung an Schlafapnoe. Doch damit nicht genug, rund 80% der Betroffenen befinden sich derzeit noch nicht in ärztlicher Behandlung. Die Früherkennung und Therapie dieser schlafbedingten Atmungsstörung ist jedoch essenziell, denn unbehandelt kann sie schwerwiegende Folgeerkrankungen mit sich bringen.

    Von der Aufklärung über die Therapie leistet Schlafmedizin gerade im Fall von Schlafapnoe viel. Hier erfahren Sie interessante Fakten über die medizinische Fachrichtung und über die Anforderungen an einen Facharzt für Schlafmedizin. Zudem erklären wir die Vorteile des ersten digitalen Schlaflabors in der Schweiz.

    Was ist Schlafmedizin?

    Der Nachtschlaf übt einen signifikanten Einfluss auf den menschlichen Organismus aus. So können andauernder Schlafentzug oder eine schlechte Schlafqualität langfristig zu seelischen und körperlichen Beschwerden führen. Mögliche Folgen können von Migräne über Depressionen bis zu Herzinfarkt und Schlaganfall reichen. Zudem besteht ein dauerhaft erhöhtes Unfallrisiko durch verminderte Reaktionsfähigkeit, Konzentrationsstörungen und möglichen Sekundenschlafphasen.

    Bei Schlafmedizin, die in Fachkreisen als Somnologie bezeichnet wird, handelt es sich um eine eigene, medizinische Fachrichtung, die sich genau mit diesen Thematiken beschäftigt. Da Schlafstörungen sich sehr vielfältig äußern können, betrachtet der Facharzt für Schlafmedizin sie in verschiedenen kategorischen Ansätzen. Dazu zählen etwa:

    • Zirkadiale Rhythmusstörungen: Dazu gehört beispielsweise ein gestörter Tages-Nacht-Rhythmus
    • Insomnien: Ein- und Durchschlafstörungen psychologischer Ursachen
    • Parasomnien: gestörter Schlaf durch Albträume, Schlafwandeln etc.
    • Hypersomnie: Pathologisch erhöhtes Schlafbedürfnis und Tagesmüdigkeit
    • Obstruktive Schlafapnoe: Schlafbezogene Atmungsstörung, die mit Atemaussetzern einhergeht oder sonstige obstruktive Atemstörungen wie Schnarchen und Verengung der Atemwege
    • Schlafbezogene Bewegungsstörungen (etwa Restless-Legs-Syndrom, stereotypische Bewegungen beim Einschlafen usw.)

    Behandlungsspektrum der Schlafmedizin

    Dank der rasanten technologischen Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte ist die Schlafmedizin ein extrem fortschrittliches Fachgebiet. Das Portfolio der Schlafmedizin ist entsprechend breit gefächert. So bieten entsprechende Kliniken je nach Ausrichtung etwa Leistungen wie Schnarchtherapien, diätetische Beratungskonzepte, Heimbeatmung oder sogar somnoplastische Chirurgie an.

    Messwerte und Ablauf

    Zu den Untersuchungsleistungen gehört immer ein ausführliches Anamnesegespräch. Zumeist führt der Weg dann zu einer weiterführenden Untersuchung im Schlaflabor. Hier halten sich Patienten in der Regel ein bis zwei Nächte auf und werden an spezielle medizinische Geräte angeschlossen. Während ihrer Nachtruhe zeichnen diese dann wichtige Körperfunktionen auf, wie:

    • Herzfrequenz
    • Hirnströme
    • Atmung und Atemaussetzer
    • Sauerstoffsättigung
    • Muskelbewegungen
    • Augenaktivität

    Die Auswertung durch den erfahrenen Facharzt für Schlafmedizin lässt darauffolgend eine Diagnose und entsprechende therapeutische Behandlung des Patienten zu. Weiterführend werden vor Ort individuelle Geräteeinstellungen vorgenommen, wie sie beispielsweise an einem CPAP-Atemgerät mit Maske notwendig sind.

    So funktioniert ein digitales Schlaflabor

    Gerade im Bereich Schlafapnoe sprechen wir von einer hohen Dunkelziffer an Menschen, die unter permanentem Schlafmangel leiden, aber nicht zum Arzt gehen. Das kann unter Umständen daran liegen, dass sie Hemmungen haben, ein Schlaflabor aufzusuchen oder eingeschränkt mobil sind. Die gute Nachricht: Es gibt Abhilfe. Aurora Telemed AG ist das erste digitale Schlaflabor der Schweiz. Der Fokus von Aurora liegt dabei auf der Diagnose und Behandlung der Obstruktiver Schlafapnoe (OSA).

    Hier stehen Ihnen ein Team aus einem erfahrenen Facharzt und weiteren Spezialisten für Schlafmedizin und Pneumologie, für eine zielgerichtete Untersuchung und professionelle Beratungsgespräche zur Verfügung. Alle Leistungen laufen dabei 100 % digital und bei Ihnen zu Hause ab. Sie müssen sich dafür keinen Termin im Schlaflabor buchen und ersparen sich so die Anreise zum Ortstermin, die eventuell befürchteten Unannehmlichkeiten und unter Umständen eine lange Wartezeit.

    Behandlung von Schlafstörungen in der digitalen Schlafklinik

    Die digitalen Arzttermine sind denkbar einfach. Lassen Sie uns Ihnen uns den Ablauf in Kürze darstellen:

    1. Schritt: Messung von zu Hause

    Nach erfolgreicher Kontaktaufnahme erhalten Sie von Aurora ein Messgerät nach Hause geschickt: Ihr Mini-Schlaflabor, für den Hausgebrauch.  Die Anwendung ist einfach und wird Ihnen im Detail erklärt.

    2. Schritt: Arztgespräch per Telefon oder Video

    Nachdem Ihre Ergebnisse von unserem Facharzt für Schlafmedizin ausgewertet und analysiert wurden, erhalten Sie eine Einladung für ein ausführliches Einzelgespräch per Telefon- oder Video mit dem für Schlafmedizin zertifizierten Fachberater. Sie können das Gespräch ebenfalls per Smartphone von unterwegs aus halten und müssen, eine entsprechend gute Verbindung vorausgesetzt, dafür nicht zu Hause sein.

    3. Schritt: Therapieempfehlung

    Weiterführend erarbeitet der Aurora-Facharzt für Schlafmedizin für Sie nun eine Therapieempfehlung. Alle Empfehlungen werden individuell auf jede Person, ihre Krankengeschichte und ihre Bedürfnisse zugeschnitten. Sie müssen dafür nicht persönlich in eine Praxis kommen.

    4. Schritt: Fortlaufender Support

    Die Diagnose Schlafapnoe ist, selbst bei allgemein guter Prognose, immer ein Schreck und eine Belastung. Aurora unterstützt aber auch in diesem Bereich. Das ausgebildete Pflegeteam ist bei Fragen jederzeit für Sie da. Sie können das Team auf digitalem Weg oder per Telefon kontaktieren. Die entsprechende therapeutische Ausrüstung bekommen Sie zu sich nach Hause geliefert und das Angebot für die Unterstützung gilt selbstverständlich ebenfalls, wenn Sie Probleme mit der Einstellung des Gerätes haben sollten.

    Facharzt für Schlafmedizin Frau schläft

    Fachkompetenzen

    Das Team von Aurora besteht aus Dr. Med. Marcus Hesse, der Medizinischen Leitung von Aurora. Dr. Hesse ist Pneumologe und Facharzt für Schlafmedizin mit 20 Jahren Erfahrung in der Schlafmedizin.

    Frau Künzi ist siplomierte Pflegefachfrau. Neben ihrer zehnjährigen, intensiven Erfahrung im Fachbereich Schlafmedizin engagiert ist sie ein engagiertes Vorstandsmitglied des Schweizerischen Fachverbands für Neurophysiologische Diagnostik (SFND) und im Verein Neurophysiologischer Lehrgang (VNL).

    Die allgemeine Aufklärung der Bevölkerung zum Thema Obstruktive Schlafapnoe und deren Behandlungsmöglichkeiten liegt beiden am Herzen.

    FAQ

    In folgendem haben wir einige der meistgestellten Fragen und Antworten zum Thema Schlafmedizin und Schlafapnoe für Sie zusammengefasst.

    Welche Symptome sind typisch für eine Schlafapnoe?

    Als klassische Anzeichen für eine Schlafapnoe können etwa andauernde Tagesmüdigkeit, Nachtschweiß, Konzentrationsstörungen, Stimmungsschwankungen und Kopfschmerzen auftreten. Schnarchen geht sehr oft mit der Erkrankung einher.

    Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es bei Schlafapnoe?

    Erfreulicherweise stehen eine ganze Reihe an aussichtsreichen Therapieansätzen für Schlafapnoe zur Verfügung. Einer der führenden ist die Behandlung mit der CPAP-Atemmaske. Eine Alternative ist etwa die Protrusionsschiene, und selbst operative Möglichkeiten sind gegeben.

    Welche Geräte werden für die Messung eingesetzt?

    Für die Messung wird ein Gerät nach Hause geschickt, welches einfach anzulegen und zu bedienen ist. Es wird standardmässig in der Schlafmedizin verwendet.

    Übernimmt meine Krankenkasse die Behandlungskosten?

    Die Kosten für die Schlafapnoe-Diagnose und Therapie werden von Krankenkassen in der Schweiz bei nachgewiesener Schlafapnoe als obligatorische Gesundheitsleistungen übernommen. Je nach Ihrem Versicherungsmodell können Sie einfach einen Termin bei uns vereinbaren (freie Arztwahl), oder benötigen eine Überweisung vom Hausarzt (Hausarzt/ HMO-Modell), oder die Erlaubnis von Ihrer Telemedizin Hotline (Telemed-Hotline).

    Wie kann ich einen Termin mit einem Aurora-Experten ausmachen?

    Schicken Sie dem Team von Aurora dazu einfach das ausgefüllte Kontaktformular digital zu und ein Experte meldet sich schnellstmöglich bei Ihnen. Alternativ können Sie sich direkt telefonisch unter +41 61 563 06 50 bei Aurora melden. Wir rufen auch gerne zurück und die Erstberatung erfolgt garantiert kostenfrei.

    Sprechen Sie jetzt mit unseren Experten

    Schlafapnoe ist eine ernst zu nehmende Erkrankung. Erwägen Sie ein Gespräch mit unserem Fachpersonal, falls Sie befürchten, eventuell betroffen zu sein. Mit den Aurora-Experten an Ihrer Seite profitieren Sie von vielen Vorteilen, wenn Sie alles bequem von zu Hause aus angehen können, und sich anstrengende Besuche einer Arztpraxis ersparen.

    • Erhalten Sie Schlafapnoe Tests, Schlafapnoe Diagnosen und Schlafapnoe-Therapie alles aus einer Hand – direkt zu sich nach Hause.
    • Sparen Sie sich die Zeit im Wartezimmer, für Fahrten und den kompletten organisatorischen Aufwand rund um Arztbesuche oder den Besuch eines Schlaflabors.
    • Erhalten Sie professionelle Beratung von Fachexperten in individuellen Einzelgesprächen.
    • Nutzen Sie moderne Technik für die stressfreie Schlafapnoe-Messung von zu Hause aus und der Kostenerstattung durch die Krankenkasse.
  • Wie hängen Schlafapnoe & Übergewicht zusammen?

    Immer wieder liest man von Fällen, in denen Übergewichtige durch Gewichtsabnahme von Ihrer Schlafapnoe geheilt wurden. Handelt es sich hierbei um erfundene Geschichten oder ist das wirklich möglich? Wir haben für Sie recherchiert.

    Erfahren Sie in diesem Artikel, wie eng Schlafapnoe und Übergewicht tatsächlich zusammenhängen. Hierfür gehen wir zunächst näher auf die Volkskrankheit Übergewicht und Ihre Folgen ein.

    Sie erhalten interessante Informationen über die Wechselwirkung der Apnoe-Krankheit mit Adipositas und erfahren, was es mit dem Zungenfett auf sich hat. Seien Sie zudem gespannt auf Studien, in denen untersucht wurde, ob Schlafapnoe heilen durch Gewichtsabnahme tatsächlich möglichen und erfolgreich ist.

    Volkskrankheit Übergewicht

    In der heutigen Zeit ist Übergewicht ein großes Thema geworden. Das hängt nicht zuletzt damit zusammen, dass wir vielerorts in großem Wohlstand leben.

    Es ist für uns bereits vor Jahren normal geworden, auf eine schier unendliche Auswahl von Nahrungsmitteln Zugriff zu haben, ohne dass wir uns anstrengen müssen. Warum sollte man sich Zeit nehmen für bewusstes Essen, wenn man doch nebenher einfach weiterarbeiten oder andere nützliche Dinge tun kann?

    Stress beim Essen lässt uns zunehmen

    Der soeben beschriebene Kreislauf bewirkt, dass Nahrungsaufnahme und Fettverbrennung in keinerlei Einklang mehr miteinander stehen. Wer mehr Kalorien zu sich nimmt, als er durch Bewegung verbrennt, nimmt daher zu.

    Essen unter Stress oder bei Ablenkung hat zudem zur Folge, dass wir oft in der Tat nicht mehr bewusst wahrnehmen, wann wir eigentlich satt sind. Dadurch nehmen wir mehr Kalorien zu uns, als unser Körper benötigt. Zu guter Letzt trägt auch noch die Lebensmittelindustrie zum Übergewicht der Bevölkerung bei, denn industriell hergestellte Produkte beinhalten oft Unmengen an raffinierten Zuckern, Fett, Salz oder diversen Zusatzstoffen.

    Gesundheitliche Gefahren durch Übergewicht

    Ein kleines Bäuchlein zu haben, ist sicherlich nicht schlimm. Doch wer dauerhaft zu ein paar Pfunden zu viel neigt, sollte sich besser von einem Spezialisten begutachten lassen.

    Aufschlussreich kann die   Errechnung des Body-Mass-Index (BMI)   sein. Liegt das Ergebnis unter 25, ist alles im Lot, aber ab einem Wert von 25 besteht erster Handlungsbedarf. Ab einem Wert von 30 sprechen Mediziner offiziell von Adipositas.

    Wer auch mit solchen BMI nicht abnehmen möchte, riskiert auf Dauer krank zu werden. Unter anderem kann starkes Übergewicht zu diesen Beschwerden führen:

    • Arthrose
    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Diabetes mellitus Typ 2

    Überdies besteht ein signifikanter Zusammenhang zwischen Schlafapnoe und Übergewicht.

    Wird Schlafapnoe durch Übergewicht verursacht?

    Viele behaupten, Schlafapnoe verursacht Übergewicht. In der Tat ergaben wissenschaftliche Untersuchungen der   SeegartenKlinik   aus dem Jahr 2018, dass mehr als 95 % der aufgenommenen männlichen Schlafapnoe-Patienten übergewichtig waren. Der Anteil an fettleibigen Patienten mit einer diagnostizierten Apnoe-Erkrankung lag bei rund 50 % der Patienten.

    Mittlerweile wird der Zusammenhang zwischen Übergewicht und Schlafapnoe durch viele weitere, globale Studien der letzten Jahre belegt. Wir kommen später noch auf eine davon zu sprechen.

    Darum kommt es bei Übergewicht häufiger zu Atemaussetzern

    Neben Fettgewebspolstern etwa an Bauch, Hüfte oder Oberschenkeln kommt es bei Fettleibigkeit auch immer zu Verdickungen am Hals und im Rachen. Das Fett verengt die Atemwege und lässt zudem eine schnellere Erschlaffung der Rachenmuskulatur im Schlaf zu. Dieser Zustand führt dann infolgedessen zu einem Verschluss der Atemwege und Atemaussetzern in der Nacht. Starkes Schnarchen und   Tagesmüdigkeit   sind oftmals erste Anzeichen einer Schlafapnoe.

    Wechselwirkung zwischen Schlafapnoe und Übergewicht

    Bislang ist zwar noch unklar, ob Schlafapnoe durch Übergewicht ausgelöst wird, oder ob es, gerade andersherum, aufgrund einer unbehandelten Schlafapnoe zu Übergewicht kommt. Viele Spezialisten gehen mittlerweile von einer Art beiderseitiger Wechselwirkung aus.

    Die Beschwerden von Schlafapnoe bessern sich meistens mit dem Abnehmen. Fällt Ihnen jedoch eine Gewichtsabnahme trotz Diät und konsequenter sportlicher Betätigung sehr schwer, kann dies wiederum auch an einer bestehenden Schlafapnoe liegen. Wichtig ist deshalb, zunächst eine Schlafapnoe-Diagnostik   durchzuführen und dann in ärztlicher Begleitung weitere Schritte zu gehen.

    Schlafapnoe heilen durch Gewichtsabnahme

    Die gute Nachricht: Es gibt viele eindeutige Nachweise, dass sich die Beschwerden von Patienten mit Schlafapnoe signifikant verringerten, nachdem sie abgenommen haben. In schweren Fällen der Erkrankung wurde während der Untersuchungen parallel zum Abnehmen eine   CPAP-Therapie   durchgeführt.

    In Einzelfällen sollen Personen durch Gewichtsabnahme von Ihrer Schlafapnoe vollständig geheilt worden sein. Obgleich darauf natürlich keine Garantie gegeben werden kann, besteht diese Möglichkeit durchaus.

    Zungenfett als Risikofaktor für Schlafapnoe

    Es gibt eine Theorie, die den Zusammenhang zwischen der Heilung von Schlafapnoe durch die Reduzierung von Zungenfett konstatiert. So bewies eine Untersuchung von Wissenschaftlern aus Philadelphia und New York, dass der Abbau von Zungenfett den Schweregrad von Schlafapnoe wirkungsvoll senken kann.

    An der Studie nahmen 67 Patienten mit einem BMI über 30 und einer Schlafapnoe im mittelschwerem bis schwerem Stadium teil. Innerhalb von sechs Monaten nahmen sie auf verschiedenen Wegen durchschnittlich zehn Prozent Ihres Ursprungsgewichtes ab. Im gleichen Zuge verringerte sich ihr Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) um 31 %.

    Im Rahmen der Untersuchung verhalf Magnetresonanztherapie bei der Evaluierung. Der Artikel aus dem Jahr 2020 ist im   American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine   erschienen, und auch Lungenärzte im Netz berichtet in einem interessanten   Artikel   ausführlich darüber.

    Insgesamt nimmt durch einen Volumenverlust an der Zunge das Risiko ab, dass diese während des Schlafes in den Gaumen rutschen und die Luftzufuhr kappen kann.

  • Tagesmüdigkeit – Symptome, Ursachen & Hilfe

    Jeden Morgen erholt aufwachen und in den Tag starten – Für rund 12 Millionen Menschen in Deutschland ist dieser Zustand leider nur ein schöner Traum. Sie haben mit Schlafproblemen zu kämpfen und schleppen sich tagtäglich müde und unausgeglichen durch den Tag.

    Kennst auch du eine solche Dauermüdigkeit und wunderst dich, woher sie kommt? Dann lies jetzt weiter. Denn ganz wichtig ist es, in diesem Zusammenhang eine medizinische Untersuchung vorzunehmen.

    Ständig müde? Was steckt dahinter?

    Schlafstörungen gehören bedauerlicherweise schon zu unserer Gesellschaft dazu. Laut einer   repräsentativen Studie der DAK   aus dem Jahr 2017 sind hochgerechnet etwa 34 Millionen Menschen davon betroffen. Jeder Zehnte hat sogar starke Probleme – doch zum Arzt gehen damit die wenigsten.

    Schlafschwierigkeiten werden stark unterschätzt

    Viele unterschätzen das Risiko, das andauernde Müdigkeit mit sich bringt oder sie schämen sich, wegen “eines solchen banalen Problems” zum Arzt zu gehen. Hier ist Aufklärung und ein Umdenken gefragt. Denn Schlaflosigkeit ist ein Warnzeichen des Körpers. Und hinter andauernder Tagesmüdigkeit steckt immer ein Grund.

    Ganz gleich, ob dieser nun eine schlechte Schlafhygiene, Stress im Alltag oder gar eine ernste Erkrankung ist – So gut wie jedem Betroffenen kann heutzutage dauerhaft geholfen werden. Unbehandelt dagegen kann dauerhafter Schlafentzug zu ernsthaften Folgeerkrankungen führen. Darum gilt: Lass dich untersuchen – Deine Gesundheit wird es dir danken!

    Welche Symptome sind mit Tagesmüdigkeit verbunden?

    Dauermüdigkeit verbindet sich häufig mit den folgenden Merkmalen:

    • Konzentrationsstörungen
    • Reizbarkeit
    • Ängstlichkeit
    • Schwindel
    • Muskelschmerzen
    • Kopfschmerzen
    • Übelkeit
    • Nächtliches Schwitzen
    • Depressive Stimmung
    • Gesteigertes Hungergefühl

    Nicht immer treten alle Beschwerden gleichzeitig auf und die Ausprägungen können unterschiedlich stark sein. Wichtig ist, zu bedenken, dass mit vielen der genannten Punkte auch eine erhöhte Unfallgefahr im Alltag sowie im Straßenverkehr einhergeht, die sowohl dein als auch das Leben anderer gefährden kann.

    Was können Ursachen für die Tagesmüdigkeit sein?

    In einigen Fällen kann der Grund für Schlaflosigkeit recht naheliegend sein. Manchmal fehlt die Ruhe bereits vor dem Zubettgehen. Wer kurz vor dem Schlafengehen noch schnell seine geschäftlichen E-Mails überprüft oder sich stundenlang in den sozialen Medien aufhält, schafft sich Reize, die es uns oft schwer machen, gedanklich abzuschalten.

    Weitere Gründe für dauerhafte Müdigkeit können sein:

    • Stress und Ängste im Alltag
    • Unzureichend gelüftetes Schlafzimmer
    • Schadstoffe in der Luft/im Haushalt
    • Starker Nikotin- und/oder Alkoholkonsum
    • Zu spätes oder zu fettreiches Essen
    • Ungenügende Bewegung im Alltag
    • Schlechte Matratze
    • Wechselnde Schlafenszeiten/Schichtarbeit

    Erkrankungen als Grund für Hypersomnie

    Du gehst früh ins Bett, aber fühlst dich am Tag trotzdem erschöpft? In diesem Fall kann eine Erkrankung die Ursache deiner dauerhaften Tagesmüdigkeit sein. Auch hier ist die Liste lang, um welche es sich handeln könnte. Nachfolgend zwei Beispiele:

    Restless Leg Syndrome

    Beim RLS handelt es sich um eine neurologische Erkrankung. Betroffene spüren dabei insbesondere beim ruhigen Liegen im Bett ein Missempfinden in den Beinen. Die Ausprägung kann sich von einem Kribbeln bis zu starken Schmerzen ausdehnen. Sobald die Personen sich bewegen, lässt der Schmerz nach. Das macht jedoch ruhigen Schlaf schier unmöglich. Der Auslöser des Restless Leg Syndroms ist immer noch ungewiss, man geht jedoch von einem Dopaminmangel aus. Dieser kann auch angeboren sein. Dopaminpräparate verhelfen oft zu einer starken Besserung.

    Narkolepsie

    Bei der neurologischen Krankheit Narkolepsie ist die Hypersomnie so weit ausgeprägt, dass Menschen, die darunter leiden, mitten am Tag plötzlich einschlafen. Dabei liegen sie meistens gar nicht einmal, sondern bedienen gerade eine Maschine oder sitzen am Steuer ihres Autos – und können nichts gegen den Anfall tun. Oft wird Narkolepsie durch eine teilweise oder vollständige Kurzlähmung begleitet. Auch hier sind die Auslöser der Erkrankung noch unbekannt, es wird von einer Kombination aus genetischen Gegebenheiten und Umwelteinflüssen gesprochen.

    Schlafapnoe ist eine der häufigsten Gründe für Tagesmüdigkeit!

    Einer der am häufigsten diagnostizierten Ursachen für Hypersomnie ist die Obstruktive Schlafapnoe.

    Was ist die Obstruktive Schlafapnoe?

    Bei einer OSA kommt es dazu, dass sich die Atemwege nachts mehrfach, etwa durch die Zunge, verschließen und die Atmung für mindestens zehn Sekunden stockt. Der Atemstillstand löst in unserer Gehirnzentrale sofort einen Alarmzustand aus, der unseren Körper kurzzeitig erwachen lässt. Diese Wachzustände nehmen wir nachts nicht wahr, bemerken dann aber am Tag die Folgen der dadurch stark geminderten Schlafqualität.

    Wodurch entsteht eine OSA?

    Die Ursachen der Apnoe-Erkrankung sind vielfältig. Sowohl anatomische Vererbungsmerkmale wie zum Beispiel eine Kieferverformung oder vergrößerte Mandeln können ausschlaggebend sein, als auch bestehende Faktoren wie

    • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
    • Bluthochdruck
    • Diabetes

    Laut der   Lungenliga Schweiz   erkranken zudem doppelt so viele Männer wie Frauen an der Krankheit. Eine ungesunde Lebensweise kann das Risiko, an einer Schlafapnoe zu erkranken, zusätzlich erhöhen. Insbesondere hervorzuheben sind regelmäßiger Zigaretten- und Alkoholkonsum.

    Warum sollte eine OSA immer behandelt werden?

    Unbehandelt führt eine Schlafapnoe häufig zu Folgeerkrankungen. Dazu zählen diese:

    • Schlaganfall
    • Herzerkrankungen, Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkt
    • Diabetes
    • Lungenhochdruck
    • Fettleber, Leberzirrhose
    • Hirninfarkt

    Doch keine Sorge: Obwohl eine OSA nicht vollständig heilbar ist, gibt es heute etliche innovative Behandlungsmöglichkeiten . Die   CPAP-Therapie   zählt zu den aussichtsreichsten, ist aber weitaus nicht die einzig zur Verfügung stehende. Dein Arzt kann dich hier individuell beraten.

  • Schlafapnoe: Im Schlaf keine Luft mehr bekommen

    Sind Sie schon einmal nachts aufgewacht und hatten das Gefühl, kurzzeitig im Schlaf keine Luft mehr zu bekommen? Oder berichtet Ihnen Ihr Partner von Ihren nächtlichen Atemaussetzern, die Sie selbst gar nicht bemerken? Solche Situationen können verunsichern oder gar ängstigen: Ist das normal oder steckt gar eine ernste Erkrankung dahinter?

    In diesem Artikel erfahren Sie mehr über mögliche Ursachen und Auswirkungen von nächtlichen Atemaussetzern. Zudem beantworten wir Ihnen die Frage, wann Sie mit Ihren Beschwerden zum Arzt gehen sollten und erklären, wie ein Schlaftest zu Hause funktioniert.

    Was sind die Ursachen für Atemaussetzer nachts?

    Die Ursachen für nächtliche Luftnot können vielfältige Gründe haben, wie die folgenden.

    Psychologische Gründe

    Stress, Ängste und Sorgen begleiten Menschen in der heutigen Zeit mehr denn je. Viele sind persönlicher Natur, andere beziehen sich auf gegenwärtige Geschehnisse in unserer Gesellschaft. Angstzustände können so stark werden, dass sie sich durch körperliche Beschwerden wie nächtliche Panikattacken ausdrücken.

    Diese Anzeichen können auf nächtliche Panikattacken hinweisen

    Typisch für einen solchen Panikzustand kann sein, dass Sie nachts aufwachen und das Gefühl haben, zu ersticken. Sind Sie zudem nass geschwitzt und Ihr Herz klopft ungewöhnlich schnell, kann das ein weiteres Indiz sein, dass Ihre Ängste Sie überwältigen. Haben Sie einen Bettnachbarn, ist es möglich, dass er Ihnen davon berichtet, dass Sie einen schnellen Atem beim Schlafen haben. Dies spricht für die klassische Kurzatmigkeit bei Panikattacken.

    Das können Sie tun

    Wenn Sie das Gefühl haben, die genannten Gründe können die Ursache für Ihre Schlafprobleme sein, wenden Sie sich bestenfalls zunächst an Ihren Hausarzt. Er kann Ihnen nützliche Adressen zu Fachspezialisten geben. Auch andere Möglichkeiten wie autogenes Training können sich positiv auf Ihren Schlaf auswirken.

    Refluxkrankheit

    Haben Sie schon einmal von saurem Reflux gehört? Mit diesem umgangssprachlichen Begriff ist meist entweder die gastroösophageale Refluxkrankheit (GERD) oder der laryngopharyngeale Reflux (LPR) gemeint. Bei beiden bilden sich saure Säfte im Magen und steigen die Luftröhre hinauf. Merkmale der GERD sind Sodbrennen und häufiges Aufstoßen, mitunter auch nächtliches Keuchen.

    Warum Reflux einen nachts wach werden lässt

    Der LPR wird oft auch als „stiller Reflux“ bezeichnet. Das rührt daher, dass der Magensaft in der Regel zu keinem Sodbrennen führt, jedoch dafür in den Rachenraum eindringt. Kommt es zu Reizungen, macht sich ein Gefühl der Atemnot nachts im Liegen breit. Man wird wach, weil der Körper einem das Gefühl gibt, man müsse bewusst schlucken oder sich räuspern, um sein Beklemmungsgefühl loszuwerden.

    Die Beschwerden bei GERD und LPR sind oftmals zwischen 22 Uhr und 2 Uhr nachts am stärksten. Der Grund dafür ist, dass die natürliche Magensaftproduktion des menschlichen Körpers während dieser Zeit Ihre Spitze erreicht.

    Das können Sie tun

    In leichten Fällen der Krankheit hilft es oft schon, auf häufig Reflux auslösende Lebensmittel zu verzichten. Dazu zählen:

    • Stark fetthaltige und frittierte Speisen
    • Fleisch
    • Verarbeitete Backwaren
    • Scharfe Gewürze
    • Kohlensäurehaltigen Getränke
    • Alkohol

      Auf der Seite zu schlafen und den Oberkörper mit einem zusätzlichen Kissen weiter nach oben zu verlagern, kann zusätzlich unterstützen. Spätestens, wenn diese Maßnahmen nicht helfen, hilft der Gang zum Arzt. Gegebenenfalls kann er medikamentös unterstützen.

      Asthma

      Auch die Diagnose Asthma kommt als Ursache infrage, wenn man im Schlaf keine Luft mehr bekommt. Forscher fanden heraus, dass die Bronchien gegen 4 Uhr morgens am stärksten verengt sind. Das bedeutet, dass sich die Krankheit in der Nacht verschlimmern kann. Wenn wir dann morgens wach werden, kann es sein, dass kurzzeitige Atemnot auftritt. Auch ein Erwachen in der Nacht mit Hustenanfällen ist möglich.

      Das können Sie tun

      Wenn Sie unter Asthma leiden und merken, dass sich Ihr Zustand in der Nacht verschlechtert, Sie etwa unter Atemnot im Liegen oder ein beklemmendes Gefühl am Morgen leiden, sprechen Sie Ihren behandelten Lungenfacharzt darauf an. Es gibt hier verschiedene Lösungsansätze und Medikamente, die Ihnen zu Linderung verhelfen können. Weitere Informationen zum Thema bieten unter anderem die Lungenärzte im Netz .

      Schlafapnoe: der häufigste Grund für nächtliche Atemaussetzer

      Im Schlaf keine Luft mehr zu bekommen , kann auch auf eine Schlafapnoe hindeuten . Dabei handelt es sich um eine schlafbezogene Atmungsstörung . Von Schlafapnoe gibt es zwei verschiedene Arten , die Zentrale und die Obstruktive Schlafapnoe .

      Zentrale Schlafapnoe

      Bei der zentralen Schlafapnoe kommt es zu Atemaussetzern in der Nacht, obwohl die Atemwege frei liegen . Das liegt an einer kurzzeitigen Fehlschaltung der Hirnzentrale , die unseren Körper sonst dazu auffordert , zu atmen . Die ZSA ist jedoch selten .

      Obstruktive Schlafapnoe

      Wird eine Schlafapnoe diagnostiziert, handelt es sich in den meisten Fällen um einen OSA. Mediziner sprechen offiziell von einer OSA, wenn die nächtlichen Atemaussetzer mindestens zehn Sekunden andauern und in der Nacht mehrfach auftreten. In diesem Fall entstehen sie durch den Verschluss der oberen Atemwege, etwa durch die Zunge, die die Muskelspannung verliert und durch die Schwerkraft nach hinten fällt.

      Eine OSA kann auch durch anatomische Gegebenheiten wie vergrößerte Mandeln oder eine Kieferfehlstellung verursacht sei. Sie ist zu einer Volkskrankheit geworden, die  in vielen Fällen durch Übergewicht hervorgerufen werden kann.

      Sie möchten mehr über die Entstehung von Schlafapnoe wissen? Dann wird Sie unser Artikel „ Schlafapnoe – Welche Ursachen stecken dahinter? “ interessieren. Auch die Deutsche Schlafberatung geht unter anderem auf die OSA-Risikogruppen ein.

      Diese Symptome deuten auf eine Schlafapnoe hin

      Die Wachzustände bei einer OSA werden von vielen Betroffenen im Schlaf größtenteils nicht bewusst wahrgenommen. Jedoch fühlen sie sich am Tag oft gestresst und dauermüde . Erstickungserscheinungen während der Nacht können ebenfalls auftreten. Weitere Merkmale können sein:

      • Konzentrationsschwäche
      • Stimmungsschwankungen
      • Trockener Mund am Morgen
      • Nachtschweiß
      • Herz-Kreislauf-Beschwerden
      • Häufige Kopfschmerzen
      • Gestörte Libido

          Wie gefährlich sind Atemaussetzer?

          Leiden Sie häufig unter dem Gefühl, nachts keine Luft zu bekommen, sollten Sie zum Arzt gehen. Denn gerade eine unbehandelte Schlafapnoe kann zu diversen Folgeerscheinungen und -erkrankungen führen. Dazu zählen:

          • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
          • Herzinfarkt
          • Migräne
          • Depressionen

            All diese Folgeerkrankungen können Sie jedoch bewusst vermeiden , indem Sie auf Ihren Körper hören und sich auf Schlafapnoe untersuchen lassen . Obgleich eine vollständige Heilung einer OSA eher selten ist , ist sie möglich . Andernfalls gibt es viele moderne Behandlungsmöglichkeiten , die Sie wieder durchschlafen lassen und Ihre Lebensqualität erheblich verbessern .

            Schlafüberwachung bei Atemnot nachts zu Diagnosezwecken

            Um nächtlichen Atemstillständen auf den Grund zu gehen , ist eine Analyse Ihres Schlafes notwendig . Dazu zählen die Überwachung Ihrer Atemfrequenz sowie Ihres Pulses und die Aufzeichnung von Atemaussetzern . Früher war dies nur in einem externen Labor notwendig , heutzutage gibt es auch eine komfortable Alternativlösung .

          • CPAP und BIPAP – Das müssen Sie wissen

            Leiden Sie unter Schlafapnoe, ist Ihre Atmung nachts phasenweise behindert. Dies äußert sich durch viele kurze Atemaussetzer und oftmals lautes Schnarchen. Unbehandelt kann eine OSA zu gefährlichen Folgeerkrankungen führen, die sich jedoch vermeiden lassen.

            Die CPAP-Therapie ist mittlerweile sehr bekannt, da sie seit Jahren hervorragende Ergebnisse vorweist. Doch haben Sie auch schon einmal etwas von der BIPAP-Therapie gehört? Dann ist dieser Text interessant für Sie. Wir wollen die häufigsten Fragen beantworten und die Unterschiede zwischen CPAP und BIPAP Behandlungsgeräten erklären.

            Wie definiert sich CPAP

            CPAP ist die Abkürzung für „Continuous Positive Airway Pressure”. Der Begriff beschreibt, was das Gerät kann, nämlich dem Schlafapnoe-Patienten konstant gesetzten Überdruck liefern. Dadurch bleiben die Atemwege offen und die Atemaussetzer werden erfolgreich verhindert.

            Die Luftzufuhr geht von einem Luftdruckgerät aus und erfolgt über eine medizinische Schlafmaske, von der eine Version nur die Nase und eine andere sowohl Mund als auch Nase umschließt (Full-Face Maske). Dadurch, dass der Patient mit der CPAP-Maske atmet, stehen die Atemwege unter einem leichten Überdruck und werden dadurch offen gehalten. Ein weiterer Nebeneffekt ist, dass starkes Schnarchen damit ebenso der Vergangenheit angehört.

            Wie funktioniert ein BIPAP Gerät?

            BIPAP steht für “biphasischer positiver Atemwegsdruck”. Das BIPAP Beatmungsgerät dient dazu, die reguläre Atmung, auch Spontanatmung genannt, mit sanftem Wechseldruck zu unterstützen.

            BIPAP-Geräte können den Druck der Beatmung in zwei Niveaus ausgeben, dem Peep und dem Maximaldruck. Das BIPAP-Therapieverfahren ist  eine spezielle Form der klassischen CPAP-Therapie .

            In der Intensivmedizin wird BIPAP-Verfahren auch zur Notfallbehandlung bei Personen mit der Lungenerkrankung COPD eingesetzt. Das häusliche BIPAP-Gerät wird von Medizinern hingegen speziell bei der Obstruktiven Schlafapnoe für den Heimgebrauch vergeben.

            Gemeinsamkeiten zwischen der CPAP und BIPAP Therapie

            CPAP und BIPAP sind beides führende Behandlungsmethoden, die bei Patienten mit Obstruktiver Schlafapnoe eingesetzt werden können. Im Unterschied zur CPAP-Therapie wird bei der BIPAP-Therapie der Druck bei der Ausatmung abgesenkt. Der OSA-Patient erhält über eine Schlafmaske durch das Beatmungsgerät Luft mit Überdruck in die Atemwege zugeleitet. Der Überdruck wird auch als pneumatische Schiene bezeichnet, da er einer Atemwegsverengung vorbeugt.

            Gemeinsame Vorteile von CPAP und BIPAP auf einen Blick

            • Atemaussetzer werden verhindert
            • Die nächtlichen Sauerstoffabfälle im Blut warden beseitigt
            • Der Blutdruck wird gesenkt
            • Schnarchen wird gestoppt

            Wie lange dauert es, bis CPAP oder BIPAP wirkt?

            Wann eine erste Besserung der Beschwerden eintritt, hängt bei beiden Methoden in erster Linie vom Schweregrad der Erkrankung ab. In einigen Fällen spüren Sie bereits bei der ersten Anwendung eine Reduktion derr Tagesmüdigket. Andere Menschen müssen sich erst an das Gerät gewöhnen, bis sie seine positive Wirkung wirklich wahrnehmen können.

            Im Allgemeinen sprechen viele OSA-Patienten gar von einem neuen Lebensgefühl bei Anwendung von CPAP oder BIPAP. Die Voraussetzung für dieses Ziel ist jedoch eine korrekte und konsequente Handhabung.  Speziell bei einer schweren Form der Schlafapnoe müssen sie das Gerät ein Leben lang anwenden. So behalten Sie jedoch die uneingeschränkte Kontrolle über die Krankheit.

            Unterschiede zwischen CPAP und BIPAP Geräten

            Wo liegen nun die Unterschiede zwischen den Geräte? Der Hauptunterschied liegt im Luftdruck. CPAP hat nur eine Luftdruck-Einstellung, bei BIPAP gibt es gleich zwei. CPAP liefert gleichbleibenden Druck beim Ein- und Ausatmen, BiPAP gibt hingegen beim Einatmen erst einen höheren, beim Ausatmen dann einen niedrigeren Druck ab.

            Das Ausatmen ist also mit der BIPAP-Therapie grundsätzlich einfacher. Das macht die Geräte besonders für Patienten mit der vorherrschenden Lungenkrankheit COPD interessant. Treten COPD und Schlafapnoe zeitgleich auf, ist dies sehr gefährlich und sollte unbedingt behandelt werden. BIPAP kann hier Abhilfe schaffen. Mehr über das Thema COPD und Schlafapnoe erhalten Sie unter diesem Link .

            CPAP Schlafen

            CPAP oder BIPAP: Welche Therapie eignet sich für wen?

            CPAP gilt bereits seit Langem als Standard-Therapie zur Behandlung von Obstruktiver Schlafapnoe. Der Luftdruck startet bei den meisten Geräte durch eine sogenannte Rampenfunktion in der Nacht zunächst mit einer niedrigen Einstellung und steigt dann allmählich auf sanfte Weise. Sobald er beim gewünschten Druck angekommen ist, bleibt er bis zum Morgen konstant. Dadurch irritiert es insbesondere Erstanwender weniger.

            Die Wirkweise von CPAP bei einer Schlafapnoe ist so gut, dass viele Krankenkassen die Behandlungskosten bei einer ausgewiesenen OSA übernehmen.

            BIPAP bietet u. a. Menschen eine wertvolle Hilfe, die eine insgesamt niedrige Sauerstoffsättigung in der Nacht haben. Das ist unter anderem bei anderen Erkrankungen der Lunge oder der Atemwege, wie COPD, der Fall. Auch bei neuromuskulären oder anderen Krankheiten wie  Herzinsuffizienz wird BIPAP bevorzugt eingesetzt. Bei Schlafapnoe wird häufig erst CPAP verschrieben, und erst bei erfolgloser Behandlung, dann BIPAP. Eine Ausnahme stellen Patienten dar, die einen besonders hohen Luftdruck benötigen, denn in diesem Fall könnte BIPAP womöglich als bessere Erstlösung dienen.

            Die Operation und weitere Alternativen zur Atemmaske

            Es gibt viele Gründe, die für den Einsatz einer Atemmaske bei Schlafapnoe sprechen. Nun ist es aber natürlich nicht von der Hand zu weisen, dass ihr Einsatz gleichermaßen an Akzeptanz und Gewöhnung verlangt. Nicht wenige haben Probleme mit der Maske und leiden etwa unter nächtlichen Panikattacken oder haben Gesichtsschmerzen, weil sie mit der Handhabung der Maske nicht zurechtkommen. Die gute Nachricht ist, dass es in diesem Fall noch einige weitere Möglichkeiten einer sinnvollen OSA-Therapie gibt.

            Die Protrusionsschiene etwa wird vor dem Schlafengehen wie eine lockere Zahnspange eingesetzt, schiebt den Unterkiefer und die Zunge ein wenig nach vorn und hält sie dort fest. Dadurch wird der nächtliche Atemwegsverschluss verhindert. In seltenen Fällen ist der Einsatz eines Zungenschrittmachers eine Option . Die Möglichkeit einer Kostenübernahme durch die Krankenkassen muss in dem Fall jedoch individuell abgeklärt werden. Alternativ steht auch die bimaxilläre Operation im Fokus, bei der sowohl Unter- als auch Oberkiefer vorverlagert werden. Sie stellt ein sehr aufwendiges Verfahren dar, ist aber bislang die einzige kausale Methode der vollständigen Heilung von obstruktiver Schlafapnoe dar.

            Fazit

            CPAP und BIPAP sind beides hocheffiziente Therapiemaßnahmen für die Behandlung einer Obstruktiven Schlafapnoe. CPAP stellt dabei das Standardverfahren dar, und BIPAP wird zumeist bei Patienten eingesetzt, die zudem unter anderen Krankheiten wie COPD leiden oder aber OSA-Patienten, die einen besonders starken Druck bei der Apnoe-Therapie benötigen.

            Beide Therapiemaßnahmen arbeiten mit dem gleichen Prinzip der Luftzufuhüber eine Atemmaske. Der primäre Unterschied besteht darin, dass CPAP mit einem konstanten Luftdruck arbeitet, während BIPAP zwei Druckniveaus aufweist, die beim Ein- und Ausatmen unterschiedlich sind.

          • Gilt Schlafapnoe als Schwerbehinderung?

            Auswirkung von Schlafapnoe auf die Fahrtauglichkeit

            Wer unter Schlafapnoe leidet, hat mit ständiger Tagesmüdigkeit und Konzentrationsschwäche zu kämpfen. Bei fortgeschrittener Apnoe kommen häufig Herz-Kreislauf-Beschwerden und weitere Symptome hinzu. Dass Schlafapnoe-Patienten in einen Sekundenschlaf fallen, ist keine Seltenheit. Aufgrund dieser Faktoren wird eine mittelschwere bis schwere Schlafapnoe sogar als Schwerbehinderung eingestuft.

            Die European Sleep Research Society führte laut Berichten der renommierten Seegartenklinik hierzu eine Umfrage durch. Ausgewertet wurden über 12.000 Fragebögen aus 19 Ländern. Das Ergebnis war ernüchternd: Rund 17 % aller Befragten gaben an, in den letzten zwei Jahren aufgrund der Erkrankung während des Fahrens eingeschlafen zu sein. Das stellt die verminderte Fahrtauglichkeit und die enorme Wichtigkeit einer Therapie von Schlafapnoe stark in den Vordergrund.

            Denn mit einer OSA steigt das Unfallrisiko im Autoverkehr mindestens um ein 2,5-faches an, bei schwerer Schlafapnoe sogar noch weiter an. Gerade auch im Berufskraftverkehr ist diese Zahl alarmierend. Die gute Nachricht ist, dass dieser Prozentsatz mit einer OSA-Therapie wieder auf ein Normalmaß reduziert werden kann.

            Können Schlafapnoe-Patienten Ihren Führerschein verlieren?

            Theoretisch ja. Denn Schlafapnoe geht mit einer stark eingeschränkten Reaktionsfähigkeit einher und kann auch zum gefürchteten Einnicken am Steuer führen, was sowohl das Leben der Betroffenen, als auch das ihrer Mitmenschen stark gefährdet. Das spricht nicht nur aus der sozialen Verantwortung, sondern auch aus Sicht der Grundregel der Straßenverkehrsordnung (StVO) zunächst einmal für die Abgabe des Führerscheins und die Einführung einer Schlafapnoe Meldepflicht. Auch in Anlage 4 der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) fällt der Begriff Tagesschläfrigkeit.

            Jedoch muss hier immer individuell unter- und entschieden werden. Die Schweregrade einer Schlafapnoe sind von Patient zu Patient variabel. Sollte offiziell eine Tagesschläfrigkeit gemessen werden, sollten die Betroffenen zunächst nicht mehr am Straßenverkehr teilnehmen. Bleibt die Schlafapnoe unbehandelt, können Sie somit theoretisch den Führerschein verlieren.

            Infolge einer Behandlung dürfen Sie weiterhin fahren, müssen jedoch für regelmäßige Begutachtungskontrollen Ihren Arzt aufsuchen. Wurde Ihnen der Führerschein bereits entzogen, können Sie ihn zurückerlangen, indem Sie sich bei einer anerkannten Gutachtenstelle, wie dem Verkehrsmedizinamt, untersuchen lassen. Zusätzlich müssen Sie eine erfolgreiche Behandlung mit darauffolgender starker Verbesserung Ihrer Tagesschläfrigkeit nachweisen können.

            Schwerbehinderung Schlafapnoe Auto fahren

            Schwerbehindertenausweis für Schlafapnoe-Patienten?

            Gleich vornweg : Ja, unter bestimmten Umständen ist es möglich , einen Behindertenausweis zu erhalten , wenn Sie unter Schlafapnoe leiden . Nehmen Sie sich ruhig ein Herz und stellen den Antrag , denn erstens haben Sie das Recht, bestimmte Personen wie Ihren Chef aus dem Wissenskreis auszuschließen , und zweitens kann eine offiziell bestätigte Funktionseinschränkung Nachteilsausgleiche für Sie bedeuten , wenn Ihre Schlafapnoe als Schwerbehinderung anerkannt wird .

            Wann gilt man gesetzlich als behindert?

            Eine Behinderung beziehungsweise Schwerbehinderung im Sinne des Gesetzes wird vom Versorgungsamt erörtert . Der Begriff Behinderung wird entgegen der landläufigen Meinung nicht anhand einer bestimmten Krankheitsdiagnose gestellt . Es geht hier eher darum , inwieweit die Funktionseinschränkung , die Sie betrifft , Ihr alltägliches Leben beeinflusst . Lautet die Diagnose Schlafapnoe , liegt , je nach Ausmaß der Erkrankung , eine erhöhte Unfallgefahr im Straßenverkehr , Berufskraftverkehr und beim Bedienen von Maschinen vor .

            Bei Schlafapnoe den Grad der Behinderung bestimmen

            Die Abkürzung GdB steht für den Grad der Behinderung, der laut Einstufung zwischen 0 und 100% betragen kann. Gerechnet wird in Zehnerschritten. Ab 20 spricht das Sozialgesetz offiziell von einer Behinderung und ab 50% von einer Schwerbehinderung. Auf Antrag gibt es ab einem GdB von 30% auch Gleichstellungsmöglichkeiten. Eine Antragstellung mit Nachweis ergibt dann Sinn, wenn Sie Ihren Anspruch auf Nachteilsausgleich, etwa bei Ihrem Arbeitgeber, beantragen wollen. Wie bereits erwähnt, können Sie die Personen, die von Ihrer durch Schlafapnoe bedingten Schwerbehinderung wissen müssen, jedoch auf das Versorgungsamt und das Finanzamt beschränkt halten.

            Eine Schlafapnoe wird, je nach Grad des Ausmaßes, zunächst mit bis zu 20% eingestuft. Dies würde bedeuten, dass Sie einen Behindertenausweis erhalten. Verweigern Sie die Therapie aus rein persönlichen Gründen, fallen Sie meist auf einen GdB von maximal 10% zurück. Möchten Sie eine Schlafapnoe-Therapie machen, aber eine Behandlung mit der Atemmaske ist bei Ihnen nachgewiesenermaßen nicht möglich, landen Sie oftmals bei einem GdB von 20 bis 50%. Bei 50% könnten Sie gegebenenfalls einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Die CPAP-Therapie ist grundsätzlich sehr gut verträglich, Hinderungsgründe der Behandlung können jedoch bestimmte Vorerkrankungen sein.

            Welche Nachteilsausgleiche sind möglich?

            Wird bei Ihnen aufgrund der Schlafapnoe eine Schwerbehinderung festgestellt, spielt der Grad der Behinderung eine wichtige Rolle. Wird ein Behinderungsgrad von 20% amtlich bestätigt, können Sie mit einem steuerlichen Pauschbetrag von 384 Euro im Jahr ( Stand 2021 ) rechnen. Beantragen Sie mit einem GdB von mindestens 30% einen Gleichstellungsnachweis zum Schwerbehindertenausweis, können Sie in der Regel von einem Pauschbetrag von 620 Euro und einem optimierten Kündigungsschutz an Ihrem Arbeitsplatz profitieren. Bei einem GdB von 40% erhalten Sie nach der offiziellen Einstufung 860 Euro. Ab dem GdB von 50% bekommen Sie nach aktuellem Stand 1140 Euro und viele Zusatzleistungen wie zum Beispiel:

            • Bevorzugte Einstellung
            • Sehr hoher Kündigungsschutz
            • Zusatzurlaub
            • Früherer Arbeitsrentenanspruch
            • Ermäßigungen bei diversen Unternehmen wie Automobilclubs, Mobilfunkanbietern und mehr

            Weitere Informationen zu erneuerten Vorteilen im Jahr  2023 erhalten Sie auch unter anderem hier übersichtlich dargelegt, weiter berichtet die Lebenshilfe über Vorteile.

            Eine Nichtbeantragung ist kaum vorteilhaft. Im Gegenteil könnten Ihnen bei der Diagnose Schlafapnoe ohne (Schwer-)behintertenausweis unter Umständen sonst sogar noch andere rechtliche Schwierigkeiten drohen. Hierzu gehören eine Erwerbsminderungsrente oder Probleme bei der Durchsetzung Ihres Krankengeldes. Stehen Sie also für Ihr Recht ein!

            Für welche Schlafapnoe-Therapien erhält man Zuschüsse?

            Die mit Abstand erfolgreichste Behandlungsart bei Schlafapnoe, die CPAP-Therapie , wird von der Mehrheit der Krankenkassen übernommen. CPAP-Geräte führen Patienten über eine Atemmaske in der Nacht sanft kontinuierlichen Überdruck zu, um den Verschluss der Atemwege und so auch Atemstillstände zu verhindern.

            Ist diese Behandlung bei Ihnen aus medizinischen Gründen nicht möglich oder erzielte sie nicht den gewünschten Erfolg, haben Sie gute Chancen auf die Kostenübernahme einer Schlafapnoe-Schiene . Hiervon berichtet unter anderem auch die Verbraucherzentrale . Die Schiene, die auch als Schnarchschiene bekannt ist,  wird nachts in Ober- und Unterkiefer eingesetzt, hält Unterkiefer und Zunge vorne und verhindert so ebenfalls erfolgreich Atemaussetzer. Zudem reduziert sie das Schnarchen. Die Protrusionsschiene, wie sie offiziell heißt, ist eine der besten Therapiealternativen von Schlafapnoe ohne Maske .

            Fazit

            Die Diagnose Schlafapnoe macht vielen zunächst Angst. Doch seien Sie beruhigt : Die Erkrankung ist behandelbar und das oft mit großem Erfolg . Aufgrund der häufigen Einstufung von unbehandelter Schlafapnoe als Schwerbehinderung übernehmen viele Krankenkassen deshalb die Kosten für bestimmte Therapieverfahren . Gleichzeitig sorgt die Schlafapnoe-Therapie auch dafür , dass man sich rechtzeitig vor rechtlichen Konsequenzen , wie einem möglichen Führerscheinverlust schützen kann und damit mobil bleibt . Mit der Beantragung eines Behinderten – beziehungsweise Schwerbehindertenausweises bei einer mittelgradigen bis schweren Form von Schlafapnoe können Sie sich unter Umständen rechtliche sowie finanzielle Nachteilsausgleiche sichern .

          • Ursachen und Behandlung eines geschwollenen Gaumenzäpfchens

            Welche Funktion hat die Uvula?

            Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „kleine Traube“, was das Aussehen beschreibt. Sie befindet sich im sogenannten weichen Gaumen. Obgleich das Gaumenzäpfchen keine lebensnotwendige Rolle für uns Menschen spielt, erfüllt es dennoch gleich mehrere wichtige Aufgaben.

            Schlüsselreiz als Körperschutzfunktion

            Die Uvula schützt uns erfolgreich, wenn wir uns verschlucken. Wird das Gaumenzäpfchen nämlich bereits leicht berührt, löst es einen Würgereflex aus, der nicht selten zum sofortigen Erbrechen führt. Dadurch wird verhindert, dass mögliche Fremdkörper in unsere Rachenregion gelangen und wir gar daran ersticken könnten.

            Beeinflussung unserer Aussprache

            Das Gaumenzäpfchen ist für die Lautbildung von Konsonanten verantwortlich. Das Interessante ist, dass eine fehlende Uvula nicht in jeder Landessprache gleich auffällig wäre. Am stärksten betroffen wären etwa französisch sprechende Menschen, da es hier besonders auf das umgangssprachlich ausgedrückte „rollende R“ ankommt. Im Englischen dagegen werden kaum Laute von der Uvula beeinflusst.

            Übrigens, Schnarchlaute kommen ebenfalls vom Gaumenzäpfchen. Insbesondere dann, wenn das Schnarchen anatomisch besonders lang ausfällt. Allerdings ist es nur in seltenen Fällen der alleinige Auslöser von Schnarchproblemen.

            Hilfestellung beim Essen und Trinken

            Das Zäpfchen in unserem Rachen liegt zwischen Mundhöhle und Nasenhaupthöhle. Beim Schluckvorgang verschließt das Gaumenzäpfchen den Zugang und verhindert so, dass uns beim Essen oder Trinken Nahrungs- und Flüssigkeitspartikel in die Nase und den Rachen steigen.

            Unterstützung als Speichelproduzent

            Menschen, die sich das Gaumenzäpfchen entfernen ließen, leiden häufig unter einem trockenen oder kratzenden Gefühl im Hals. Man geht daher davon aus, dass der Speichel, den die Uvula produziert, als Schmierfilm für unseren Rachen dient.

            Ursachen und Symptome eines geschwollenen Gaumenzäpfchens

            Normalerweise spürt man sein Gaumenzäpfchen gar nicht. Ist das Gaumenzäpfchen jedoch geschwollen, kann das unter Umständen ganz schön weh tun. Folgende Anzeichen sprechen für eine Schwellung der Uvula:

            • Schluckbeschwerden
            • Engegefühl im Hals
            • Halsschmerzen
            • Reizhusten

            Zeigt sich die Entzündung besonders ausgeprägt, kann es auch sein, dass Sie einen Brechreiz verspüren. Kopfschmerzen sind in diesem Fall ebenfalls möglich.

            Entzündetes Gaumenzäpfchen: Auf Ursachenforschung

            Eine der häufigsten Ursachen für ein entzündetes oder geschwollenes Gaumenzäpfchen ist eine Virusinfektion oder eine Grippe. Sie geht gleichermaßen mit Schnupfen, Husten, Fieber und Heiserkeit einher. Auch der Rest des Rachens zeigt sich oft rot und entzündet. Verschwindet der Infekt, bildet sich auch die Schwellung des Gaumenzäpfchens wieder langsam zurück.

            Leiden Sie nicht an einem Infekt, kann eine geschwollene Uvula auch auf verschiedene andere Krankheiten hindeuten. Typischerweise tritt sie als Nebensymptom des Pfeifferschen Drüsenfiebers oder einer Mandelentzündung auf. Auch die als Kinderkrankheiten bezeichneten Windpocken oder Masern gehen mit einem solchen Nebensymptom einher. Bakterielle Infektionen, etwa durch falsch angepasste Zahnprothesen, sind ebenfalls nicht selten.

            Die häufigsten Gründe auf einen Blick

            • Virusinfektion (Erkältung/Grippe)
            • Bakterielle Infektion
            • Pfeiffersches Drüsenfieber
            • Mandelentzündung
            • Allergische Reaktion
            • Masern
            • Windpocken
            • Diphtherie

            In vielen Fällen ist die Sorge über ein geschwollenes Gaumenzäpfchen unbegründet. Falls Ihre Gaumenschmerzen jedoch nicht innerhalb weniger Tage von selbst nachlassen, suchen Sie bitte Ihren Hausarzt auf.

            Ein geschwollenes Gaumenzäpfchen – Ursache für Schnarchen?

            Viele Bettnachbarn können ein Lied davon singen: Schnarchen! Das Geräusch kommt vom Gaumenzäpfchen, das die Atemwege verengt und dann flattert und vibriert. Ist Ihr Gaumenzäpfchen entzündet, kann das   Schnarchen   noch lauter sein als sonst. Eine Entfernung der Uvula scheint daher für viele, der plausibelste Weg zu sein – etliche Mediziner sehen das allerdings kritisch.

            Das liegt daran, dass sich gezeigt hat, dass bei vielen Personen nach einer Gaumenzäpfchen-Entfernung über kurz oder lang Komplikationen aufgetreten sind. So litten diese an:

            • Schluckbeschwerden
            • Mundtrockenheit
            • Fremdgefühl im Rachen

            Es ist auch erwiesen, dass das Gaumenzäpfchen lediglich den Klang des Schnarchens verursacht, jedoch niemals der eigentliche Auslöser des Schnarchens ist. Diesen gilt es jedoch, herauszufinden und zu behandeln.

            geschwollenes Gaumenzäpfchens Glocke

            Uvula und Schlafapnoe

            Bei Obstruktiver Schlafapnoe handelt es sich um eine Erkrankung, die nachts auftritt. Durch den Verschluss der Atemwege kommt es zu mehreren, kurzen aber intensiven Atemstillständen in der Nacht. Der Körper erwacht aufgrund seiner Schutzfunktion kurz, aber die Patienten erleben diese Wachzustände nicht bewusst. Schlafapnoe äußert sich im Anfangsstadium unter anderem durch:

            • Starke   Tagesmüdigkeit
            • Konzentrationsstörungen
            • Stimmungsschwankungen
            • Kopfschmerzen/Migräne
            • Nächtliches Schwitzen

            Bleibt die Schlafapnoe unbehandelt, kann es zum Sekundenschlaf kommen.  Das ist am Steuer oder beim Bedienen von Maschinen besonders verheerend. Es können aber auch weitere gesundheitliche Probleme auftreten. Die Klassiker sind von Depression über Herz-Kreislauf-Schwierigkeiten bis hin zu Herzinfarkt und Schlaganfall. Es sind jedoch viele Behandlungsmöglichkeiten verfügbar und die Kostenübernahme erfolgt im Therapiefall mithilfe einer CPAP-Atemmaske, oftmals über die Krankenkasse.

            Viele Studien und auch etwa die   Seegartenklinik   warnen ausdrücklich vor der Entfernung des Gaumenzäpfchens nur wegen des Schnarchens. Die Ursache kann unter anderem auch Schlafapnoe lauten. Eine Entfernung der Uvula führt zumeist zu einer Verschlimmerung des Zustandes. Daher sollte an anderer Stelle angesetzt werden und eine entsprechende ärztliche Behandlung erfolgen.

            Was kann man bei einem geschwollenen Gaumenzäpfchen tun?

            Liegt keine Vorerkrankung oder akute Infektion vor, tritt eine Gaumenentzündung häufig auf, wenn Personen primär durch den Mund statt die Nase atmen. Das passiert, wenn man das Gefühl empfindet, dadurch mehr Luft zu bekommen. Die Atmung ist jedoch auf Dauer nicht optimal, sie reizt unsere empfindlichen Schleimhäute, trocknet sie aus und macht sie verwundbar für Entzündungen. Bewusst Atmen lernen durch Yoga, autogenes Training oder nachts, auch das   Mouth Taping   können hilfreiche Methoden sein, um sich die Mundatmung abzugewöhnen.

            Ist ein grippaler Infekt oder etwa eine Mandelentzündung für die Schwellung des Gaumenzäpfchens verantwortlich, hilft auskurieren und

            • Bettruhe
            • Gurgeln mit Salzwasserlösung
            • Heißen Tee trinken (Achtung: Verbrühungsgefahr der Rachenregion!)
            • Halstabletten zum Lutschen (Apotheke)
            • Warme Halswickel
            • Natürliches Vitamin C einnehmen (heiße Zitrone etc.)

            In schwereren Fällen wird Ihnen Ihr Arzt ein abschwellendes Schmerzmittel (Analgetikum) oder Antibiotika verordnen. Vorbeugen lässt sich durch einen gesunden Lebensstil und den Verzicht auf Alkohol sowie Nikotin. Tritt die Schwellung des Gaumenzäpfchens chronisch auf, muss nach der Ursache geforscht und diese therapiert werden.

            Fazit

            Das Gaumenzäpfchen ist zwar nicht lebensnotwendig, doch erfüllt es wichtige Aufgaben. Es sorgt dafür, dass wir bestimmte Laute aussprechen können, befeuchtet unseren Rachen und schützt die sensible Nasen und Rachenregion vor dem Eindringen möglicher Fremdpartikel, in dem es uns im wichtigen Moment einen Würgereflex beschert.

            Tut das Gaumenzäpfchen spürbar weh, liegt eine Schwellung oder Entzündung vor. Diese kann unter anderem von einer viralen oder bakteriellen Infektion herrühren. Auch andere Erkrankungen wie Pfeiffersches Drüsenfieber sind mögliche Auslöser. In den meisten Fällen heilt das Gaumenzäpfchen von selbst wieder aus und die Schwellung geht zurück. Nicht selten lassen sich Personen die Uvula entfernen, weil sie sie für Ihr Schnarchen verantwortlich machen. Das ist allerdings problematisch.